Notarkammer Frankfurt am Main
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Telefon 069 17 00 98 - 02

Aktuelles zu beN

Derzeit gibt es Meldungen, wonach die von der Bundesrechtsanwaltskammer eingesetzte Software des „besonderen elektronischen Anwaltspostfachs“ (beA) eine Sicherheitslücke aufweist. Die Bundesnotarkammer hat sich daher rein vorsorglich dazu entschlossen, die Software des „besonderen elektronischen Notarpostfachs“ (beN) nochmals sicherheitstechnisch überprüfen zu lassen. Da derzeit noch keine Einzelheiten über das beA-Problem bekannt sind, ist eine abschließende Klärung bezüglich des beN nicht mehr bis zum 1. Januar 2018 möglich.
Die beN-Anwendung wird daher anders als bislang geplant nicht zum 1. Januar 2018 zum Download bereitgestellt werden. Da alle Notarinnen und Notare bereits über ein EGVP-Postfach verfügen, mit dem unverändert weiter gearbeitet werden kann, hat die Verschiebung keine Auswirkung auf die praktische Arbeit und die Erreichbarkeit der Notarinnen und Notare im elektronischen Rechtsverkehr. Die Bundesnotarkammer wird zu gegebener Zeit die Einzelheiten zur geplanten Pilotierungsphase und zur Einrichtung des beN bekanntgeben. Stand: 28.12.2017

Betrugsversuche

Uns erreichen vermehrt Hinweise von Bürgern und Notaren über Betrugsversuche. Bürger erhalten per Post, E-Mail oder Telefon eine Nachricht, dass sie bei einer Verlosung Geld oder z. B. ein Auto gewonnen haben. Die Abwicklung dieses Gewinns erfolgt in den meisten Fällen über ein fiktives Notariat. Hier bedienen sich die Betrüger der Namen und Adressen von „echten“ Notarinnen und Notaren und geben eine andere Telefonnummer an, die direkt zu den Betrügern weiterleitet, welche meistens im Ausland sitzen.

Ab hier wird von seitens der Betrüger suggeriert das die Auszahlung des Geldes, oder z. B. die Übergabe des gewonnen Autos erst erfolgen kann, wenn vorher die angeblichen Notargebühren oder angebliche Steuergebühren beglichen werden. Geschädigte, die bereits Gelder überwiesen haben erhalten auf Rückfrage den Hinweis, dass kein Geld eingegangen ist und werden gedrängt eine erneute Zahlung zu leisten.

Die Notarkammer warnt dringend vor diesen Machenschaften und rät die Polizei zu informieren.